Meine 3 Aktivitäten zur Selbstfürsorge

24 Stunden pro Tag und 365 beziehungsweise 366 Tage im Jahr sind ein wunderbares Geschenk für mich. Es kommt nur darauf an, wie ich diese Zeit nutze. Ich plane gerne. Vor allem meine Aufgaben, die ich zu erledigen habe. Und davon habe ich so viele, dass ich schon seit Jahren denke, dass ich vier Leben lebe, nicht nur eins. Das sei nicht gut, sagt man mir und auch ich weiß, dass ich regelmäßig Pausen brauche um richtig durchatmen zu können. Ich muss gut für mich sorgen, sonst haut es mich aus dem Hamsterrad raus und ich bleibe liegen. Burn out nennt man das. Und weil ich das kenne, will ich es nicht noch einmal haben. Auf drei Dinge achte ich deshalb, wenn es um meine Selbstfürsorge geht.

Edith Leistner beim Akkordeon spielenEdith Leistner spielt Orgel

Aktivität Nummer 1

 

Das tue ich nicht mehr:

Ich höre oder lese keine negativen Nachrichten.

Das wird in den letzten Jahren immer schwerer. Gerade jetzt in dieser C-Zeit werden mir von allen Seiten Nachrichten zugetragen. Nachrichten, die Angst machen. Nachrichten, die Panik verursachen. Nachrichten, die vom kämpfen und von Krieg sprechen. Nachrichten, die mit Bildern geschmückt sind, die Dramen zeigen, über die ich nur noch weinen kann. Und Nachrichten, die teilweise so böse sind, dass mir schlecht davon wird. Mich davon zu distanzieren kostet sehr viel Kraft. Denn egal wo ich auftauche, es scheint kein anderes Thema mehr zu geben. Ob es die öffentlichen, privaten oder sozialen Medien sind, oder mal der Plausch mit der Nachbarin, seit Monaten zieht dieses Thema Nummer eins die Freude aus den Menschen. Was Freude macht, zum Beispiel singen oder tanzen, das wird verboten. Und Verbote erhalten in den Schlagzeilen den prominentesten Platz.

 

Das tue ich statt dessen:

Ich schalte aus, lese und höre Musik.

Damit ich meine (noch) vorhandene Freude nicht verliere, schalte ich Fernsehen und Radio schon gar nicht mehr ein. In den sozialen Medien trenne ich mich konsequent von Menschen und Gruppen, die mir nicht gut tun. Und bei der Nachbarin, die das Thema zur Sprache bringt, versuche ich so schnell wie möglich das Thema zu wechseln. Was bringt es, wenn ich meine Kraft in Dinge stecke, die ich sowieso nicht ändern kann? Also tue ich das, was ich tun kann.

Ich lese tolle Blogartikel. Die von #Anna Koschinski zum Beispiel, die auch die Blogparade #SelbstfürsorgeStärken ins Leben gerufen hat. Oder die von #Karin alias Frau Rührwerk, die mich mit hinein nimmt in ihre nachhaltige Lebensweise, in dem sie mich über ihre Einkochrezepte informiert. Oder #Annette vom netreisetagebuch, die so wunderschön ihre (Kurz-)reisen beschreibt. Und natürlich gibt es noch viele andere schöne Blogs, in die ich gelegentlich reinlese und an denen ich mich erfreue.

Und dann ist da noch die Musik, die ich so liebe. Zu den Dingen, die wahrscheinlich die wenigsten Menschen über mich wissen gehört, dass ich fünf Instrumente eigentlich ganz gut spielen kann. Natürlich nicht alle gleichzeitig und auch nicht alle gleich gut. Saxophon und Flöte zum Beispiel spiele ich nicht so oft. Aber wenn ich mich nach Freude sehne, dann setze ich mich gerne an meine Orgel, oder nehme das Akkordeon oder die Gitarre in die Hand. Wenn ich spiele oder singe vergesse ich die Zeit und danach geht es mir wunderbar gut.

Kann ich aber mal nicht selbst meine Instrumente spielen, dann höre ich gerne Musik, die meiner Seele gut tut. Und da habe ich eine ganz spezielle Favoritin. Das ist #Hauke Kranz, die Tastenflüsterin. Bis jetzt hat sie zwei CD’s herausgebracht und ich warte mit Sehnsucht auf die nächste. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft mich das Hören ihrer Musik schon glücklich gemacht hat.

Waldweg

Aktivität Nummer 2

 

Das tue ich nicht mehr:

Ich grüble nicht in der Vergangenheit.

Wer schon Mitte 50 ist, so wie ich, der kann mir bestimmt bestätigen, dass es im Leben manchmal Dinge gab, die wir im Nachhinein anders machen würden. Die gibt es bei mir auch. Dass ich zum Beispiel erst mit 46 Jahren das Abitur gemacht habe. Was hätte ich alles machen können, wenn ich mich mit 20 schon auf den Hosenboden gesetzt und ordentlich gelernt hätte? Nein Schluss damit! Es war so. Punkt. Ich halte das „Was-wäre-wenn“-Spiel für so unproduktiv, dass ich es einfach nicht machen will. Dieses Spiel raubt so die Kraft für die Zukunft! Also spiel ich da nicht mit!

 

Das tue ich statt dessen:

Ich nehme an, wie mein Leben bisher gelaufen ist und entscheide mich dafür, mutig in die Zukunft zu blicken.

Gerade weil es, wie oben beschrieben, im Moment wirklich nicht einfach ist, will ich es zum Trotz machen. Klingt vielleicht komisch, aber für mich sagt es genau das aus, was ich empfinde. Wenn ich noch ein paar Jahre auf dieser Welt leben darf (muss), dann möchte ich die Zukunft, die mir gegeben wird, positiv gestalten. In meinem kleinen Bereich und in meinen kleinen Möglichkeiten möchte ich das tun, was mir möglich ist. Ich will aktiv sein. Vom „Hände-in-den-Schoß-legen“ hat sich die Welt noch nicht verändert. Ich bin ein Täter der guten Taten und will diese auch weiterhin ausüben. Gastfreundschaft üben zum Beispiel in meinen #Ferienwohnungen. Oder Blogartikel schreiben zum #Thema Dessous.

David & Goliath Dessous Blog Dessousgeflüster

Aktivität Nummer 3

 

Das tue ich nicht mehr:

Ich vergleiche mich nicht.

Das habe ich früher gemacht und festgestellt, dass es das blödeste war, das ich tun konnte. Warum? Ich habe mein Selbstwertgefühl daran festgemacht, ob andere mein äußeres oder mein Verhalten gut fanden. Ich kann dir gar nicht beschreiben, wie erleichtert ich bin, seit dem ich das nicht mehr tue. Ein Vergleich mit anderen Menschen führt ins Leere. Denn: Ich habe ein anderes Leben, ich habe einen anderen Körper, ich habe andere Charaktereigenschaften, ich habe ein anderes Umfeld, und so könnte ich noch einige Beispiele dazu nennen. Nicht umsonst soll jener Indianerhäuptling gesagt haben: „Solange der andere nicht in deinen Schuhen gegangen ist, kann er dich nicht beurteilen.“ Tja, und ich mich auch nicht vergleichen. Denn: So ist es eben.

 

Das tue ich statt dessen:

Ich lebe bewusst im Hier und Jetzt, genieße den Augenblick und bin dankbar dafür.

In diesem Satz steckt eigentlich mein Geheimnis. Damit sammle ich Augenblicke, an die ich mich auch sehr viele Jahre später noch gerne erinnere. Da ist zum Beispiel der eine Kuss. Es war in einer großen Stadt. Mein Mann und ich fuhren mit der U-Bahn. Doch bevor wir dort waren, mussten wir eine sehr lange, sehr steile Rolltreppe hinunter. Genau dort war es. Von Anfang bis Ende der Fahrt standen wir auf der Rolltreppe und küssten und. Ich weiß nicht mehr, wie viele Leute dort waren, ich weiß auch nicht mehr, welche Tageszeit es war, oder welche Kleidung ich trug. Ich weiß nur noch, dass der Kuss toll war. Einfach so.

Und so einfach ist es auch, wenn ich mir meine Dessous bewusst aussuche und genau darauf achte, dass sie optimal passen. Damit gebe ich diesem Moment die Chance, mich später daran zu erinnern, und vielleicht auch die passende Geschichte dazu zu erzählen. Wer weiß, wen gerade diese eine besondere Geschichte interessiert? Es könnte schließlich jeder Mensch sein, auch du.

Bügel-BH rosa von Lisca Serie Irina

Diese drei Aktivitäten lebe ich in meinem Alltag, damit ich nicht vom Hamsterrad überholt werde. Kennst du sie auch? Hast du vielleicht die eine oder andere Aktivität selbst schon ausprobiert? Schreib mir doch gerne einen Kommentar.

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