75B ist nicht gleich 75B

– Viele Frauen denken, wenn sie die BH-Größe 75B tragen, dass sie dann jederzeit einen passenden BH kaufen können. Schließlich ist das eine so genannte Standardgröße und man kann sie sogar im Discounter zu billigsten Preisen kaufen. Und dann ist es ja nicht schlimm, wenn man mal einen BH wieder wegwirft, weil er nicht passt.

In diesem Zusammenhang möchte ich einmal von zwei Frauen erzählen, die beide die Größe 75B tragen, aber trotzdem völlig unterschiedlich sind.

75B bei Tina

Tina ist klein, sportlich und wie man von ihr sagt, auch drahtig. Alles an ihrem Körper ist straff und muskulös. Auch bei ihrer Brust ist das so. Mit ihren kurzen Haaren und dem kantigen Gesicht, ist sie als Kind oft mit einem Jungen verwechselt worden. Heute ist sie 25, möchte ihrem Partner eine Freude machen und sich einen schönen BH kaufen. Sie hat da ihre ganz speziellen Vorstellungen. Ein festes Cup soll er haben, am besten gepuscht. Aber am liebsten so zu, dass die Brust vollständig verdeckt ist. Keine Spitze und wenn doch, dann maximal seitlich. Auf keinen Fall will sie etwas blumiges oder verspieltes. Sie meint, das passt nicht zu ihr. Die Farben sollen entweder schwarz, weiß oder hautfarben sein. Nur als Ausnahme möchte sie mal rote BH anschauen.

Tina gehört nicht zu den Frauen, die gerne shoppen gehen. Deshalb steuert sie zielstrebig das erste Geschäft an. Sie findet eine riesige Auswahl in ihrer Größe und beginnt bald mit dem Ausprobieren.

Probleme:

Beim ersten BH steht das Cup von der Brust ab. Beim zweiten drückt der Bügel unter dem Arm. Der dritte ist am Verschluss zu eng. Nummer vier und fünf nennt die Verkäuferin ein Balkonett. Hier ist das Cup zu gerade und oben lugt die Brust ein wenig heraus. Bei einem weiteren BH ist der Abstand vorne zwischen den Cups zu breit. Ein Vorderverschluss-BH ist insgesamt zu eng und schnürt ein. Nachdem sie gefühlt den 374. BH probiert hat, entschließt sich Tina, ins nächste Fachgeschäft zu gehen.

Auch hier findet Tina eine riesige Auswahl und eine freundliche Verkäuferin. Bald beginnt wieder die Anprobe. Tina lässt sie sich darauf ein, die von der Verkäuferin empfohlenen unterschiedlichen Verschlüsse und Träger zu probieren. Ein Bustier mit vierfachem Verschluss, ein BH mit Vorderverschluss, einen Neckholder und einen BH mit Trägern zum überkreuzen. Leider hat sie auch hier das Pech, dass wirklich kein BH so richtig passt, ihr gefällt und ihren Ansprüchen genügt. Tinas Frustrationsgrenze sinkt und sie entschließt sich, ein drittes Fachgeschäft aufzusuchen.

Im dritten Geschäft findet sie außer den bis jetzt probierten Marken auch noch die eine oder andere, die sie noch nicht kennt und probiert hat. Die Verkäuferin ist sehr nett, und so entspannt sich Tina wieder und probiert alle empfohlenen BH. Freundlich rät ihr die Verkäuferin zu, auch die BH zu probieren, die ihr auf den ersten Blick nicht so gefallen. Sie meint, dass man erst richtig sehen könne, ob es wirklich nicht gefällt, wenn man es ausprobiert hat.

Lösung:

Tatsächlich findet Tina einen BH, der optimal passt. Da gibt es nur einen Punkt, der dagegen spricht. Er hat kein festes Cup, sondern ist ein so genannter einfacher BügelBH mit Spitze. Die Verkäuferin sagt freundlich: „Diesen roten BH können Sie sehr gut anziehen. Die Farbe steht Ihnen wunderbar und sie haben ein so festes Brustgewebe, dass Sie die Spitze hervorragend ausfüllen. Sie brauchen eigentlich kein festes Cup. Das hier wäre für Sie die beste Wahl.“ Aber Tina mag keine Spitze und verlässt deshalb den Laden und die Stadt ohne einen BH.

75B bei Steffi

Steffi ist groß und schlank. An einigen Stellen hat sie auch schon Falten, die sie aber gerne versteckt. Ihre langen Haare trägt sie meist in einem Zopf, weil sie gerne in Haus und Garten werkelt. Ihr Lebensmotto ist: praktisch und gesund. Natürliche Materialien sind ihr bei der Unterwäsche besonders wichtig. Aber jetzt hat das Leben ihr übel mitgespielt.

Probleme:

Nach mehr als 35 Jahren Ehe und 3 gemeinsamen Kindern hat ihr Mann sie verlassen. Einfach so, unangekündigt aus heiterem Himmel und das kurz vor ihrem 57. Geburtstag. Ihre Welt fällt zusammen wie ein Kartenhaus. Aus Wut und Zorn packt sie den Inhalt ihres Kleiderschrankes und mistet radikal aus. Besonders ihre Unterwäsche, von der sie denkt, dass sie schuld sei, dass ihr Ehemann gegangen ist. Jetzt sitzt sie da und denkt: „Oh, ich muss einkaufen und mir was anderes, neues zulegen.“ Da fällt ihr eine Freundin aus früheren Zeiten ein, von der sie weiß, dass diese sich mit BH auskennt.

Lösung:

Nach einem kurzen Anruf ist klar, dass sie sich mit der Freundin trifft um gemeinsam neue Unterwäsche zu kaufen. Im Laufe des Schopping-Nachmittags probiert Steffi gefühlt 374 BH. Aber es macht ihr Spaß und sie hört genau zu, was ihre Freundin sagt. Diese erklärt ihr, wie der BH richtig sitzen muss, richtet ihr die Trägerlängen ein, achtet auf die Cupformen und hautverträgliches Material, passt die Verschlüsse an und sagt ihr auch, welche Farben und Muster ihr besonders gut stehen.

Zum Schluss hat Steffi 5 BH gefunden, die sie richtig toll findet. Auch der Preis stimmt. Von allem ist etwas dabei. Von schlicht und einfach, bis edel und mit Spitze. Die Krönung ist, so findet sie, dass sie für 3 BH sogar das passende Unterteil findet. Eins sogar als String, den sie zum ersten Mal in ihrem Leben probieren will.

Steffi ist glücklich. Sie nimmt alles und gibt ihrer Freundin das Versprechen, so einen Shopping-Nachmittag bald zu wiederholen.

Zwei Frauen, eine Größe und doch ein so unterschiedliches Ergebnis.

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